HAZ - 25.09.2009 "Klubhaus"

Erstellt am 25. September 2009

Noch halten die meisten Spieler zum Verein, doch Abteilungsleiter Fellendorf hat große Angst, dass sich im Winter mit dem Beginn der Wechselfrist etliche Kicker neue Klubs suchen könnten.

Auch die Klubhaus-Problematik nervt. Das Gebäude auf dem Sportgelände an der Lucienvörder Allee wird nach wie vor vom Gehörlosen SV (GSV) genutzt. Lediglich zu den Dusch- und Umkleideräumen haben die Blau-Weißen Zugang. „Und so lange der GSV kein neues Quartier zugewiesen bekommt, bleibt das auch so“, sagt DJK Gesamtvorsitzender Roland Lemke. „Damit wir uns richtig verstehen: Das ist deren gutes Recht. Nur, was wird aus uns?“ Zurzeit ersetzt eine blau-weiße Bierbude am Rande des Fußballfeldes das Klubhaus. Lemke: „Absolut keine Lösung.“

Besonders unzufrieden sind die Tennisspieler, die auf der alten Anlage an der Pappelallee nicht nur das große Vereinsheim, sondern auch ihr eigenes kleines Häuschen aufgeben müssen. Schnellstens solle die Stadt die Angelegenheit mit dem Gehörlosen-Klubhaus klären, sonst drohe eine ganze Sparte auszubluten, warnte Tennis-Abteilungsleiter Karl Machens. Bis Mitte Oktober müssen die Mannschaften für die kommende Saison gemeldet werden. „Wenn bis dahin keine Entscheidung gefallen ist, wollen sehr viele die Tennis-Abteilung verlassen und sich anderen Vereinen anschließen oder ganz aufhören“, sagte Roland Lemke. Denn ohne Räumlichkeiten sei weder ein vernünftiger Ablauf der Punktspiele gewährleistet, geschweige denn ein geselliges Miteinander möglich. Bislang haben der Tennis-Abteilung laut Lemke schon 30 Mitglieder den Rücken gekehrt. Eine weitere Zahl ist noch besorgniserregender: Um rund 300 Mitglieder (von zirka 1150 auf 850) sei der Gesamtverein in den vergangenen zwei bis drei Jahren geschrumpft, so der Vorsitzende. „Diese lang andauernde Unsicherheit tut uns nicht gut.“

Zwei Möglichkeiten

Zurück zum Positiven. Nachdem der Finanzausschuss der Stadt am vergangenen Mittwoch die Flutlichtanlage bewilligt hat, gibt es für die DJKer zwei Möglichkeiten. Es könnte eine Firma beauftragt werden, die die Anlage installiert. Das wird aber offiziell ausgeschrieben und dauert seine Zeit. Schneller gehts, wenn die Blau-Weißen die Masten und Strahler selbst montieren und das Geld in Form von Zuschüssen erhalten. „Dazu wären wir bereit“, sagte Vereins-Chef Lemke.